Ich entschied mich für einen Mittelweg: erst eine Ausbildung zum Mess- und Regelmechaniker bei der Saarbergwerke AG, danach sollte es mit einem Fachholschulstudium in Bingen weitergehen (Fachrichtung: Technischer Umweltschutz). Aber dann kam alles anders.
Im WS 1991/92 schrieb ich mich an der Universität des Saarlandes für die Fächer Biologie (Diplom) und Mathematik (Lehramt an Gymnasien) ein. Leider musste ich feststellen, dass es nahezu unmöglich ist, den Diplomstudiengang Biologie mit dem Mathematikstudium zu verbinden. Ducrh die vielen Überschneidungen im Stundenplan ist es kaum möglich, beide Fächer sinnvoll zu verknüpfen, ohne eines der beiden zu vernachlässigen. So entschied ich mich letzten Endes für die Biologie - in Mathe hat es immerhin noch für einen Schein in Linearer Algebra und Infomatik gereicht :-).
Im Hauptstudium der Biologie belegte ich die Fächerkombination
Technische
Biologie und Bionik, Genetik und Informatik. Für meine
Studienarbeit
"Computersimulation der Längenregelung des Skelettmuskels
mit
Hilfe der Muskelspindeln beim Säuger und einige
Simulationsbeispiele"
schrieb ich eine einfache Computersimulation in C (unter DOS), welche
die
zugrundeliegenden Vorgänge simuliert, die Veränderungen der
bestimmenden
Variablen und die Ausgabe auf einem Bildschirm oder Drucker
ermöglicht.
Meine Diplomprüfungen legte ich 1998 in den drei genannten
Fächern
ab.
Meine Diplomarbeit mit dem Titel "Aspekte der Flugkinematik des
(Gemeinen)
Stars (Sturnus vulgaris) beim Windkanalflug mit und ohne
respiratorischer
Maske" wurde von Prof. Dr. Werner Nachtigall und Prof. Dr. Dietrich
Bilo
betreut und begutachtet.
Die Arbeit wurde im Rahmen eines deutsch/britischen
Gemeinschaftsprojekts,
welches sich mit der Untersuchung der Energetik des Starenfluges
beschäftigt,
angefertigt. Neben den bereits genannten Diplomvätern Nachtigall
und
Bilo waren Prof. Dr. Jeremy M.V. Rayner (University of Leeds), Prof.
Dr.
John Speakman (University of Aberdeen) und Dr. Sally Ward (University
of
Birmingham) maßgeblich an diesem Projekt beteiligt.
An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten für die gute
Zusammenarbeit danken, insbesondere aber bei Sally Ward. Während
unserer
zehnmonatigen Zusammenarbeit, die sich durch harte Arbeit, intensive
Gespäche
(ausschließlich in Englisch), viele Rückschläge, aber
auch
unerwartete Erfolge ausgezeichnet hat, habe ich ihre
zurückhaltende,
aber stets freundliche Art zu schätzen gelernt. Ohne ihren
unbedingten
Willen zum Erfolg wären wir bestimmt nicht so erfolgreich gewesen,
wie wir es dann letztendlich waren. Thanks and Greetings!
Die Hochfrequenzfilme, die ich zum Teil während meiner
Diplomarbeit
ausgewertet habe, bildeten die Grundlage für meine Doktorabeit,
die
sich mit der Aerodynamik, Kinematik und Energetik des Starenfluges
beschäftigte, und die ich am 19. Juni 2006 erfolgreich in einem
öffentlichen Kolloquium verteidigen konnte.
Meinem Doktorvater Prof. Dr. D. Bilo gebührt ein Danke Schön
für die tadellose Betreuung und die Bereitstellung eines
Arbeitsplatzes
an der Universität des Saarlandes, ebenso dem zweiten Gutachter
Prof.
Dr. Ing. C. Weber.
2008 ist meine Doktorarbeit als Buch im VDM-Verlag Dr.
Müller erschienen und kann in gedruckter Form erworben
werden.
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Starenmodell mit Maske und Schlauch auf der Waage (jpg) | Doktorarbeit
als
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