Mein Studium an der Universität des Saarlandes

Nach dem Abitur im Jahre 1989 am Staatlichen Gymnasium Ottweiler und einer 15-monatigen Grundwehrdienstzeit bei der Luftwaffe stellte sich für mich die Frage:
Studium oder Beruf?

Ich entschied mich für einen Mittelweg: erst eine Ausbildung zum Mess- und Regelmechaniker bei der Saarbergwerke AG, danach sollte es mit einem Fachholschulstudium in Bingen weitergehen (Fachrichtung: Technischer Umweltschutz). Aber dann kam alles anders.

Im WS 1991/92 schrieb ich mich an der Universität des Saarlandes für die Fächer Biologie (Diplom) und Mathematik (Lehramt an Gymnasien) ein. Leider musste ich feststellen, dass es nahezu unmöglich ist, den Diplomstudiengang Biologie mit dem Mathematikstudium zu verbinden. Ducrh die vielen Überschneidungen im Stundenplan ist es kaum möglich, beide Fächer sinnvoll zu verknüpfen, ohne eines der beiden zu vernachlässigen. So entschied ich mich letzten Endes für die Biologie - in Mathe hat es immerhin noch für einen Schein in Linearer Algebra und Infomatik gereicht :-).

Im Hauptstudium der Biologie belegte ich die Fächerkombination Technische Biologie und Bionik, Genetik und Informatik. Für meine Studienarbeit "Computersimulation der Längenregelung des Skelettmuskels  mit Hilfe der Muskelspindeln beim Säuger und einige Simulationsbeispiele" schrieb ich eine einfache Computersimulation in C (unter DOS), welche die zugrundeliegenden Vorgänge simuliert, die Veränderungen der bestimmenden Variablen und die Ausgabe auf einem Bildschirm oder Drucker ermöglicht.
Meine Diplomprüfungen legte ich 1998 in den drei genannten Fächern ab.
Meine Diplomarbeit mit dem Titel "Aspekte der Flugkinematik des (Gemeinen) Stars (Sturnus vulgaris) beim Windkanalflug mit und ohne respiratorischer Maske" wurde von Prof. Dr. Werner Nachtigall und Prof. Dr. Dietrich Bilo betreut und begutachtet.
Die Arbeit wurde im Rahmen eines deutsch/britischen Gemeinschaftsprojekts, welches sich mit der Untersuchung der Energetik des Starenfluges beschäftigt, angefertigt. Neben den bereits genannten Diplomvätern Nachtigall und Bilo waren Prof. Dr. Jeremy M.V. Rayner (University of Leeds), Prof. Dr. John Speakman (University of Aberdeen) und Dr. Sally Ward (University of Birmingham) maßgeblich an diesem Projekt beteiligt. Wärmebild, aufgenommen mit einer Infrarotkamera
An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit danken, insbesondere aber bei Sally Ward. Während unserer zehnmonatigen Zusammenarbeit, die sich durch harte Arbeit, intensive Gespäche (ausschließlich in Englisch), viele Rückschläge, aber auch unerwartete Erfolge ausgezeichnet hat, habe ich ihre zurückhaltende, aber stets freundliche Art zu schätzen gelernt. Ohne ihren unbedingten Willen zum Erfolg wären wir bestimmt nicht so erfolgreich gewesen, wie wir es dann letztendlich waren. Thanks and Greetings!

Die Hochfrequenzfilme, die ich zum Teil während meiner Diplomarbeit ausgewertet habe, bildeten die Grundlage für meine Doktorabeit, die sich mit der Aerodynamik, Kinematik und Energetik des Starenfluges beschäftigte, und die ich am 19. Juni 2006 erfolgreich in einem öffentlichen Kolloquium verteidigen konnte.
Meinem Doktorvater Prof. Dr. D. Bilo gebührt ein Danke Schön für die tadellose Betreuung und die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes an der Universität des Saarlandes, ebenso dem zweiten Gutachter Prof. Dr. Ing. C. Weber.
2008 ist meine Doktorarbeit als Buch im VDM-Verlag Dr. Müller erschienen und kann in gedruckter Form erworben werden.


Download Studienarbeit (zip-file)
Im Windkanal fliegender Star (jpg)
Starenmodell mit Maske und Schlauch auf der Waage (jpg) Doktorarbeit als pdf

letzte Änderung: 11.07.2009